Malibu

Malibu - meine spanische Straßenprinzessin

Nachdem mein geliebter Hund Jamie gestorben war, zeigte sich schnell, dass ein Leben ohne Hunde ein Irrtum ist. Also begab ich mich auf die Suche nach einem würdigen Nachfolger. Klar war, es sollte wieder ein Hund vom Tierschutz sein, denn es gibt meiner Meinung nach nichts Schöneres, als solch einem Tier ein angenehmeres Leben schenken zu dürfen.

 

Ich war in einigen Tierheimen, fand dort aber keinen passenden Hund. Bei der Suche im Internet nahm ich mir vor, auf keinen Fall einen Hund ins Auge zu fassen, der sich noch im Ausland befand. Ich wollte das Tier unbedingt vorher kennen lernen. Diesen Vorsatz warf ich dann jedoch schnell über Bord, als ich auf der Homepage der Pfotenhilfe Spanien e.V. die kleine Malibu sah. Sie war wunderschön und ihre Beschreibung passte auf den Hund, den ich suchte. Malibu hatte in Windeseile mein Herz erobert - und das unbekannterweise!

 

Bereits nach einem ausführlichen Telefonat mit Silke Rehberg von der Pfotenhilfe Spanien e.V. stand für mich fest, dass Malibu meine Hündin werden sollte. Nach einem Hausbesuch von einer Tierschützerin gab sowohl die Pfotenhilfe Spanien e.V. als auch die Tierschutzorganisation A.N.N.A. in Spanien ihr OK. Zweieinhalb Wochen später sollte die kleine Malibu nun die weite Reise nach Deutschland antreten.

 

Malibu war ca. fünf Monate alt und als Welpe von TierschützerInnen auf der Straße gefunden worden. Sie durfte dann bei einer tollen Pflegefamilie einziehen, von der sie aufgepäppelt wurde.

 

Ich lebe in einem Mehrgenerationenhaus mit 14 Erwachsenen, vier Kindern und einem weiteren Hund. Alle waren direkt im Malibu-Fieber. Die Vorfreude auf das Hundemädchen war riesig. Groß und Klein stritten sich darum, wer beim Abholen von Malibu mitfahren darf.  Ich zählte wie ein kleines Kind vor Weihnachten die Tage bis zu Malibus Ankunft.

 

Nun war der große Tag gekommen! Der Kleintransporter erreichte den Treffpunkt und endlich durfte ich meine spanische Straßenprinzessin zum ersten Mal in die Arme schließen...

Zuhause angekommen, war Malibu direkt fröhlich, neugierig und aktiv. Den Transport hatte sie ganz offensichtlich ohne Probleme überstanden.

 

In den ersten Tagen durfte Malibu Stück für Stück Haus und Hof erkunden sowie ihre neuen Menschen und Hunde kennen lernen. Es wurde ausgiebig getobt und gerauft. Max, der andere Hund im Haus, freute sich ebenfalls, wieder eine Gefährtin zu haben. Auch wenn seine Ruhe nun dahin ist und Malibu Max oft mit ihren lustigen Welpenspielchen den letzten Nerv raubt, mag er die Süße doch sehr. Doch der Ernst des Lebens begann auch für die kleine Malibu: wir besuchen nun eine Hundeschule und Malibu ist - manchmal :) - mit viel Eifer bei der Sache.

Der Verlust des letzten Milchzahnes stand nicht nur symbolisch für das Ende ihrer Kindertage - nein, Malibu war auch ganz praktisch plötzlich ein rebellischer Teenager geworden. Juhu, die Pubertät war da! Und damit werden Malibu und ich noch ein Weilchen viel Spaß haben und es wird glücklicherweise auch nie langweilig.

 

Malibu ist eine wundervolle Hündin und wird weit über die Grenzen ihrer "Großfamilie" hinaus innig geliebt. Ab und an darf sie mich zur Arbeit begleiten, wo sie Kinderherzen höher schlagen lässt und ihren Job souverän meistert.

 

Ich wünsche mir sehr, dass Malibu und ich noch viele viele Jahre große Freude aneinander haben werden. Ich habe sie sehr in mein Herz geschlossen - meine spanische Straßenprinzessin.

 

Malibu kam sehr gut gepflegt und optimal geimpft, entwurmt sowie tierärztlich untersucht in Deutschland an. Ein großes Lob hierfür! Ich bedanke mich herzlich - sicherlich auch im Namen von Malibu - bei Frau Rehberg, der Pfotenhilfe Spanien e.V., der spanischen Tierschutzorganisation A.N.N.A. und vor allem bei Malibus spanischer Pflegefamilie für ihre hervorragende Arbeit. Ich habe großen Respekt vor deren Engagement für Tiere in Not.


 

Petra mit Malibu

 

 

.........

 

.

 

.

 

.