Tako

Wir werden eine Pflegefamilie

So war es geplant, doch im Laufe des Lesens werden Sie erfahren, dass alles anders kommt als man es plant.

Ein wenig Stöbern im Internet und wir fanden die Homepage der Pfotenhilfe Spanien e.V.. Der Pflegevertrag war schnell ausgefüllt und keine 48 Stunden später war der Termin gemacht fürs erste Treffen. Meine Tochter und ich haben uns die Hunde auf der Homepage genau angesehen und unsere Wahl fiel auf einen kleinen Hund mit riesigen Ohren und sein Name war das Lieblingsessen meiner Tochter: TAKO. Das passte doch super und die Entscheidung war gefallen.

Nach dem ersten Treffen mit Hr. Konrad stand fest, Tako soll es sein und er kommt nach Deutschland. Am 08. Dezember war es dann endlich soweit und wir fuhren nach Dormagen, um unseren Spanier abzuholen und mit jedem Kilometer stieg die Spannung, wie er denn wohl ist.

Am Ziel herrschte schon reges Treiben und viele Menschen und Hunde warteten auf Ihren neuen Hausgenossen. Endlich war es dann soweit, der Transporter mit den Hunden kam. Die Spannung stieg und meine Tochter hatte ein Dauergrinsen.

Endlich wurde Takos Name genannt und wir durften ihn in Empfang nehmen und fuhren nach Hause. Es war Liebe auf den ersten Blick. Zuhause angekommen wurde ihm erst mal die Wohnung gezeigt und es gab etwas zu fressen.

Er fühlt sich direkt Zuhause und wollte nur gekuschelt werden, denn Tako ist eine Schmuseschnute und eine Knutschkugel in jeder Hinsicht. Die erste Woche war voller Entdeckungen und sehr aufregend für beide Parteien, alles war neu und musste untersucht werden, aber er hat sich sehr schnell eingelebt.

Er ist ein sehr neugieriger Hund und daher auch nicht ängstlich. Wenn man ihn an die Dinge, die ihn erschrecken, heranführt (z. B. Schatten, die werden erstmal angegrummelt), dann freut er sich und alles ist in Ordnung.

Er kann von morgens bis abends schmusen und zwar mit meiner Tochter, ich bin der bessere Dosenöffner. Er liebt Kinder über alles und sobald ihn jemand anspricht meint er, der will kuscheln, was nicht bei allen gut ankommt.

Er liebt Stofftiere, Zeitungen aller Art ( die werden geschreddert bis ins kleinste Detail) und er klaut Socken wenn man nicht schnell genug ist beim Anziehen.

Er geht gerne spazieren, besonders wenn es trocken ist, denn er scheint Wasser  an den Pfoten gar nicht zu mögen. Er macht um jede Pfütze, sei sie noch so klein, einen Bogen. Da er ja zur Zeit des Schnees zu uns kam könnte man auch meinen in ihm steckt ein Schneehund, denn er liebt ihn über alles.

Er kann gut alleine bleiben, man sollte nur alles, was man noch braucht aus seiner Reichweite entfernen, denn er kann es auch gebrauchen. Meistens kann man es danach nicht mehr benutzen.

Er ist jetzt seit knapp drei Monaten bei uns und er darf für immer bleiben, denn wir haben das größte Geschenk von ihm bekommen: sein Vertrauen und seine Liebe. Und unser größter Erfolg ist, dass er schon ohne Leine laufen kann und er bei uns bleibt. Bei dem Training dafür ist sehr viel Fleischwurst drauf gegangen.

So, ich denke das zeigt warum wir ihn nicht mehr hergeben und wir nun keine Pflegestelle mehr sind, sondern ein Familienmitglied mehr haben.
 

Birgit Wischhöfer und Tako


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