Adoptionsablauf

Sie haben sich in einen unserer Schützlinge verliebt und möchten ihm ein neues Zuhause geben? Hierüber freuen wir uns natürlich sehr.

Nachfolgend möchten wir Ihnen gerne erläutern, wie die Adoption im einzelnen abläuft und Ihnen auch noch einige wichtige Dinge und Gedanken im Zusammenhang mit der Aufnahme eines Tieres an´s Herz legen.

 

Bitte nehmen Sie Kontakt mit uns auf und teilen Sie uns mit, für welches Tier Sie sich interessieren. Am einfachsten geht das per E-Mail unter info@pfotenhilfe-spanien.de. Wir setzen uns dann kurzfristig mit Ihnen in Verbindung. Sie können uns aber auch gerne telefonisch kontaktieren unter 0163-6366364 (Fr. Rehberg).


Wir lassen Ihnen dann unseren Interessenten-Fragebogen zukommen, den Sie uns bitte ausgefüllt zurücksenden. Ihre Angaben in diesem Bogen dienen einem ersten Kennenlernen. Wir möchten uns natürlich möglichst genau über das neue Zuhause unserer Schützlinge informieren. Wir haben Ihnen den Fragebogen alternativ HIER auch noch als pdf-Datei zum direkten Herunterladen zur Verfügung gestellt. 


Für Fragen rund um die Tiere sowie zum Adoptionsablauf stehen wir Ihnen selbstverständlich jederzeit gerne zur Verfügung.


Wir werden dann einen Vorbesuch bei Ihnen organisieren, bei dem nochmals die Angaben aus dem Interessenten-Fragebogen abgeglichen und noch offene Fragen geklärt werden. Sollte keines unserer Mitglieder in Ihrer Nähe wohnen, so übernimmt ein befreundeter Tierschutzverein diesen Besuch.

 

Führt dieser Besuch dann zu einem für beide Seiten positiven Eindruck und alle sind sich über die Adoption einig, werden wir Ihnen den vorbereiteten Übernahmevertrag für Ihr Tier zukommen lassen. Der Übernahmevertrag wird mit der jeweiligen spanischen Tierschutzorganisation geschlossen.

 

Sofern sich der Hund bzw. die Katze bereits in Deutschland befindet, können Sie ihn/sie selbstverständlich auch gerne vorab besuchen. Wir stellen dann den Kontakt zwischen Ihnen und der Pflegefamilie her.

 

Sollte sich Ihr Tier noch in Spanien befinden, organisieren wir schnellstmöglich seine Reise. Da wir hierbei jedoch auf Flugpaten oder begleitete Transporte angewiesen sind, kann es durchaus auch vorkommen, dass Sie ein paar Wochen warten müssen, bis Sie Ihren neuen Freund in die Arme schließen können. Wir versichern Ihnen aber, dass wir uns immer um eine kurzfristige Reisemöglichkeit bemühen.

Sobald uns der von Ihnen unterschriebene Übernahmevertrag vorliegt und die Schutzgebühr auf dem Konto der spanischen Tierschutzorganisation eingegangen ist, erhalten Sie den durch die spanischen Tierschützer gegengezeichneten Vertrag sowie den EU-Heimtierpass.

Und dann gehört Ihr neues Familienmitglied offiziell zu Ihnen.

 

Die Schutzgebühr beträgt 300,00 Euro für einen erwachsenen, kastrierten Hund und 260,00 Euro für einen unkastrierten Welpen oder Junghund.

Bei Katzen beträgt die Schutzgebühr 140,00 Euro für ein kastriertes Tier und 100,00 für ein unkastriertes Tier.

„Warum eine Schutzgebühr?“ werden Sie sich vielleicht fragen, wo doch so viele Tiere dringend auf ein liebevolles Zuhause warten.

Zum einen deckt dieser Betrag einen Teil der Kosten, die den spanischen Tierschützern durch medizinische Versorgung der Tiere, Operationen, Unterbringung, Futter, Impfung, Kastration, Chip, EU-Heimtierpass wie auch den Transport entstehen. Die Schutzgebühr trägt somit maßgeblich dazu bei, die Arbeit vor Ort in Spanien fortführen zu können. Der Betrag kommt vollständig den Tieren zu Gute, niemand verdient etwas an einer Vermittlung. Im Gegenteil, die Schutzgebühren alleine reichen nicht ansatzweise aus, um alle anfallenden Kosten für die Tiere zu decken und ohne zusätzliche Spenden tierlieber Menschen wäre eine dauerhafte Hilfe überhaupt nicht möglich.

Zum anderen – und deshalb heißt die Schutzgebühr auch so – dient sie dazu, kriminelle Tierhändler abzuschrecken. Diese versuchen, Tiere kostenlos zu bekommen um sie dann mit entsprechendem Gewinn weiterzuverkaufen oder aber auch an illegale Tierversuchslabore zu verkaufen. Bei einer kostenlosen Abgabe der Tiere würden sich eine Menge dieser "Interessenten" melden. Bei Erhebung einer Schutzgebühr können sie mit den Tieren jedoch kein Geschäft mehr machen.

Bevor unsere Schützlinge in ihr neues Zuhause reisen werden sie nochmals tierärztlich untersucht und gegen mögliche Parasiten behandelt. Alle Tiere sind vollständig geimpft, gechipt und besitzen einen EU-Heimtierausweis. Hunde sind auf Leishmaniose sowie die weiteren sogenannten Mittelmeerkrankheiten getestet, Katzen auf FIV und Leukose. Sofern die Tiere alt genug sind, sind sie selbstverständlich auch kastriert. Welpen und Junghunde müssen, sobald sie das entsprechende Alter erreicht haben, in ihrem neuen Zuhause kastriert werden.

Trotz ausführlicher tierärztlicher Untersuchungen in Spanien können die spanischen Tierschützer natürlich keine Garantie auf die künftige Gesundheit der Tiere geben. Ein Züchter kann dies aber auch nicht!

Wir beschreiben Ihnen alle Tiere so genau wie möglich, dennoch können wir natürlich nicht hundertprozentig vorhersehen, wie sich ein Tier in seinem neuen Zuhause entwickelt und verhält.

Weder die spanischen Tierschützer noch wir werden Krankheiten oder negative Eigenschaften der Tiere wissentlich verschweigen.

Viele der Hunde und auch Katzen haben, vor sie in die Obhut der Tierschützer kamen, wenige oder schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht, lebten auf der Straße, wurden misshandelt, verletzt, ausgesetzt. Viele Dinge, die für uns ganz alltäglich sind, wie z.B. Straßenbahnen, LKWs, Großstadtlärm, sind den Tieren unbekannt und verunsichern sie zu Beginn möglicherweise.

Der Umzug in ein neues Zuhause bedeutet für viele Tiere zunächst einmal Aufregung und Stress und das kann sich auch auf das Verhalten auswirken. Meist gewöhnen sie sich jedoch schnell an die neuen Gegebenheiten und passen sich an das Verhalten und die Gewohnheiten ihrer neuen Familie an.

Den meisten Tieren sind viele für uns ganz normale Dinge noch unbekannt und sie müssen alles Neue erst kennen lernen. Helfen und unterstützen Sie Ihren Hund oder Ihre Katze dabei, ohne sie jedoch zu überfordern.

Erwarten und verlangen Sie daher von Ihrem neuen Familienmitglied nicht gleich zu viel. Geben Sie ihm Zeit, sich in Ruhe an sein neues Leben zu gewöhnen und Vertrauen zu Ihnen aufzubauen.

Rechnen Sie bitte damit, dass Ihr Hund sich nicht sofort perfekt benehmen wird. Er wird möglicherweise einige Tage benötigen bis er stubenrein ist und auch das Hunde-1x1 muss er erst noch lernen. Auch an das Alleinebleiben müssen sich einige Hunde erst gewöhnen.

Alle Hunde werden beim Spazierengehen an Leine und Halsband bzw. Geschirr gewöhnt, aber Kommandos wie „Sitz“, „Platz“ und ohne zu ziehen an der Leine laufen muss natürlich noch mit ihnen geübt werden.

.

.

.